Inmitten des ganzen deutschen „Zartgefühls für einen Massenmörder“ (Clemens Wergin) findet sich im Netz auch die eine oder andere publizistische Perle zum Ableben Osama bin Ladens respektive zu den deutschen Reaktionen darauf. Eine davon hat die Münchner Bloggerin Jennifer Nathalie Pyka…
Nein ich habe kein Mitgefühl mit Bin Laden, ich halte ihn für einen Massenmörder und ich gestehe, aus dem Bauch, bin ich für das Auge für Auge Prinzip.
Eitel Sonnenschein ?
Fast, wäre da nicht der Verstand, was macht uns eigentlich besser als die Mörder wenn wir den Lynchmord verteidigen ?
Was macht uns besser als die Verbrecher deren Verbrechen wir sühnen wollen, wenn wir uns Ihrer Mittel bedienen ?
Ab wie vielen Toten wollen wir unseren Rechtsstaat - und ja auch das Völkerrecht stellt einen Rechtsrahmen - vergessen und Verbrecher ohne Prozeß über den Haufen schießen?
Verstehe mich nicht falsch ich trauere dem Ableben OBL’s keine Träne nach, sondern der Vergewaltigung unserers Rechts, unserer Kultur und unserer Zivilisation nach. Warum konnten wir nicht einen Prozess gegen OBL führen und ihn dann verurteilen - selbst wenn das Urteil die Todesstrafe wäre ?
So verhalten sich zivilisierte Völker.
Die USA/Alliierten haben uns das in den Nürnberger Prozessen gezeigt, in Europa führen wir das mit den Verbrechern der jugoslawischen Nationalkriege vor, warum kein Tribunal mit internationalen Terroristen.
Aber nein mit dem Krieg gegen den Terror haben wir wesentliche Teile unserer - mit viel Blut - erkämpften Grundsätze über Bord geworfen. Die Spitze dessen sind die Lynchmorde an Terroristen, wie Bin Laden.
Menschen- und Bürgerrechte gelten eben für alle, auch für die widerwärtigsten Verbrecher, nur dann haben Gesellschaften das Recht ultimative Urteile zu sprechen.
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