Anonym fragte: Die Amerikaner sagen IMHO zurecht, dass ein Krieg gegen den Terrorismus geführt wird, da man schließlich von den den Terroristen angegriffen wurde (mal alle 9/11-Verschwörungstheorien beiseite gelegt). Im Krieg muss das Töten des Kriegsgegners nicht mehr hinterfragt werden, er ist per Definition gerechtfertigt.
Ach Sophie Anonym,
dann schlag doch im VölkerStrafgesetzbuch nach.
§ 11 Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotener Methoden der Kriegsführung
7. einen Angehörigen der gegnerischen Streitkräfte oder einen Kämpfer der gegnerischen Partei meuchlerisch tötet oder verwundet.
Und ein Kommando mit dem Tötungsauftrag in ein Privathaus loszuschicken erfüllt imho genau diesen Tatbestand.
Und genau darüber debattiert man zu recht - auch in Deutschland.
Im übrigen ist das Töten im Krieg eben nicht per Definition erlaubt. Sondern wird nur zwischen beteiligten Kombattanten unter definierten Spielregeln hingenommen.
Anonym fragte: Das kann es wirklich nur in Deutschland geben: eine Debatte darüber, ob man Osama bin Laden ermorden durfte. Kein Wunder, dass dieses Volk damals nicht in der Lage war, Adolf Hitler eigenhändig loszuwerden.
Die Debatte ist auch wichtig und notwendig. Natürlich kann der Bauch sagen, knipst den aus. Der Verstand sollte und muß hier aufstöhnen, denn mit welcher Begründung ?
Wenn diese Linie überschritten wird, wer hat es noch verdient ?
Der Despot, der Massenmörder, der Kinderschänder oder der Bankräuber ?
Auch wenn ich die Auge um Auge Politik nachvollziehen kann halte ich sie für falsch. Sind nicht fast alle unsere politischen Führer Christen - wie passt das dann zusammen - linke Wange und so ?
Das Morden des Mörders ohne Prozess nennt man lynchen.
Insofern war die Ermordung OBL’s nichts weiter als ein ordinärer Lynchmord ausgeführt von Soldaten, befohlen durch den Präsidenten im Namen des Mobs.
Und das halte ich für falsch.